Frau mit Decke und Tasse in der Hand auf der Couch.

Was gegen eine Erkältung tun: Hausmittel und Tipps

Die Nase trieft, der Husten donnert, der Kopf dröhnt und wir fühlen uns einfach nur schlapp – eine Erkältung bringt den Alltag aus dem Takt und kann ganz schön die Stimmung vermiesen. Zum Glück gibt es neben Erkältungsmitteln aus der Apotheke ein paar bewährte und natürliche Hausmittel, die helfen, die Erkältungssymptome zu lindern. 

 

Was sind typische Erkältungssymptome und was kann man dagegen tun?

Triefnase, Husten, Abgeschlagenheit und vielleicht noch leichtes Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen, das sind die klassischen Anzeichen einer Erkältung. Mehr als 200 verschiedene Erkältungsviren, sogenannte Rhinoviren, verursachen die lästigen Symptome. Anders als bei einer Grippe, die das Fieberthermometer deutlich stärker zum Glühen bringt, schleicht sich eine Erkältung langsam an und erreicht meist erst nach mehreren Tagen ihren Höhepunkt. Dank unserer körpereigenen Abwehrkräfte klingt sie von selbst wieder ab, doch das kann gut mal bis zu zwei Wochen dauern. In dieser Zeit können Hausmittel helfen, die Symptome einer Erkältung zu lindern.

Bewährte Hausmittel gegen Erkältung

Vitamin C, Echinacea, roher Knoblauch, heißer Grog – viele schwören auf ihr persönliches Hausmittel, um die krankmachenden Übeltäter wieder loszuwerden, und sich möglichst bald wieder wie gewohnt dem Alltag und persönliche Kontakten zu Familie, Freunden und Kollegen widmen zu können. Doch was lässt sich wirklich gegen eine Erkältungtun und welche Hausmittel helfen bei welchen Erkältungssymptomen? 

1. Die fruchtig-scharfe Knolle: Ingwer
Ingwer wird seit Jahrhunderten für medizinische Zwecke eingesetzt. Ob bei Übelkeit oder als Hausmittel bei Erkältungen – die wertvollen Inhaltsstoffe (z. B. Gingerole) wärmen und entfalten sich besonders gut in Heißgetränken. Viele schwören bei Husten- und Halsschmerzsymptomen auf einen heißen Aufguss mit hauchdünn gehobelten rohen Scheiben der scharfen Knolle.

2. Frische Frucht mit Vitaminpower: Zitrone
Zitrone enthält nicht nur reichlich Vitamin C, Bioflavonoide und antibakterielle Eigenschaften, sondern passt auch geschmacklich bestens zu den natürlichen Hausmitteln bei Erkältungen und Geschmacksgebern Honig und Ingwer. Ein frischer Tee aus Honig, Ingwer und Zitrone vereint die geballten Vorteile besonders gut.

3. Hausmittel bei Erkältungshusten
Brustwickel und Brusteinreibungen mit ätherischen Ölen, wie Kiefernnadel, Eukalyptus oder Menthol sind als Hausmittel bei Erkältungshusten besonders wohltuend. Inhalationen mit Salzwasser oder Kamillentee befeuchten die Schleimhäute und erleichtern das Abhusten. Bei Erkältungen mit Husten und akuter Bronchitis können zudem pflanzliche Hustenmittel, wie der Efeu-Spezialextrakt EA 575 in Prospan, helfen die Symptome zu lindern. 

4. Feuchtigkeit für die Atemwege
Auch wenn Erkältungen oft im nassen, kalten Herbst und Winter Hochsaison haben – die auslösenden Viren lieben trockenes Klima und verbreiten sich besonders gern in Heizungsluft. Luftbefeuchter, Inhalatoren, dampfende Duschen oder erholsame heiße Bäder helfen den strapazierten Schleimhäuten Feuchtigkeit zurückzugeben. Der dabei erzeugte Dampf befeuchtet die Nasenschleimhaut, befreit die Nase und hilft außerdem beim Entspannen. Wer mag, tropft noch etwas angenehm duftendes ätherisches Öl (z. B. Teebaum, Rosmarin, Orange oder Lavendel) ins Badewasser, um die Erkältung zu lindern.

5. Wohlige Wärme
Hartnäckig verstopfte Stirn- oder Nebenhöhlen freuen sich zusätzlich über eine kleine Wärmebehandlung, die unangenehmen Druck lindern kann. Wer kein Wärmekissen zur Hand hat, kann z. B. einen nassen Waschlappen etwa 30 Sekunden in der Mikrowelle erhitzen – bis er warm, aber nicht unangenehm heiß ist – und auf die betroffenen Stellen legen. Weitere Hausmittel bei Erkältungen sind innerlich „erhitzende“ Lebensmittel wie Chilis, Senf oder Meerrettich, die bei Nebenhöhlenblockaden Erleichterung verschaffen und die Atemwege ein Stück befreien können.

Frau liegt in einer Badewanne.

6. Ansteigendes Fußbad
Für alle, die keine Badewanne haben oder einfach nicht der Badewannen-Typ sind – es gibt noch ein ähnliches Hausmittel, das bei Erkältungen helfen kann: ein ansteigendes Fußbad. Dafür die Füße in lauwarmes Wasser – ca. 33 Grad Celsius – eintauchen und schrittweise heißes Wasser zugießen, bis maximal 40 Grad Celsius erreicht sind. Nach 10-15 Minuten die Füße gut abtrocknen und dann heißt es für 20 Minuten ab ins Bett. Was das Ganze bringt? Auch, wenn Füße und die Schleimhäute der oberen Atemwege ziemlich weit auseinander liegen, sind beide Körperregionen über Reflexbahnen verbunden – sprich: Werden die Füße aufgrund der Wärme besser durchblutet, steigt auch die Durchblutung der Schleimhäute.

7. Schlafen und schonen – klassische Hausmittel, die bei Erkältungen helfen
Bei Fieber, Erschöpfung und starkem Husten ist strikte Ruhe angesagt, um die virale Infektion gründlich auszukurieren. Falls es sich beim Infekt nur um eine leichte Erkältung ohne Fieber handelt, kann sanfte Bewegung wie ein Spaziergang an der frischen Luft das Immunsystem schonend unterstützen. Ansonsten gilt: ab unter die Decke und vor allem ausreichend Schlafen, damit sich der Körper ganz natürlich erholen kann.

Engelhard Arzneimittel GmbH & Co. KG